Unser Projekt erklärt

Bei dem Projekt handelt es sich um eine Bürgerinitiative initiiert von Nayara Atella-Hödtke und Maximilian Mund, zwei Studierenden der Uni Bonn, die in Meckenheim groß geworden sind. Ziel des Projekts ist es brachliegende Flächen in Meckenheim, wie alte, zurückgebaute Spielplätze, in artenreiche Blühwiesen umzuwandeln. Dabei stehen die Artenvielfalt von den Blütenpflanzen, sowie die ihrer Bestäuber im Fokus. Die verwendete Saatgutmischung ist explizit für Bienen und Schmetterlinge ausgelegt und soll diesen als Nahrungsquelle in den Siedlungsgebieten dienen. Aber auch andere Tiere, wie Vogel und Igel können von den Flächen profitieren. Die Flächen bieten Unterschlupf und Raum zur Ansiedlung, indem die Flächen nur einmal pro Jahr gemäht werden. Die Mahd erfolgt im Optimalfall im Frühjahr, so können die Insekten die Flächen zur Überwinterung nutzen und werden möglichst wenig gestört. Bisher wurde auf zwei Flächen ausgesät. Diese sind dabei von ihren Eigenschaften sehr unterschiedlich. So kann getestet werden, welche Standorte, sowie Größen sich am besten für das Projekt eignen. Auch die Rückmeldungen aus der Nachbarschaft sind uns wichtig, um einschätzen zu können, ob das Projekt positiv aufgenommen wird und welche Fragen sich ergeben.
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Natürlich war uns auch ein wichtiger Aspekt die Verschönerung des Stadtbilds und Bereicherung der Siedlungen. Die Wiesen sollen durch ihre farbenfrohe Vielfältigkeit Begeisterung und Freude erregen. Und nicht zuletzt sollen die Flächen den Themen wie: Insektensterben, Abnahme der Artenvielfalt, Relevanz von Regionalität usw. Aufmerksamkeit schenken und so den Passanten die Augen für die Vielfalt in der Natur und ihrer Bedeutung für unsere Welt öffnen. Dabei wollen wir darauf hinweisen, dass es sich bei den Flächen nicht um gepflegte, gartenähnliche und aufgeräumte Parkanlagen handeln wird. Es wird wirr und unaufgeräumt, im Winter vielleicht sogar braun und, in mancher Menschen Auge, hässlich wirken. Doch diese Fülle an Strukturen und Verstecken ist genau das, was die Tiere benötigen. Es ist die natürliche Form einer Wiese und genau diese wollen wir herbeiführen, denn sie birgt großen Reichtum. Um das Projekt auf viele Flächen in Meckenheim ausweiten zu können, bedarf es an Unterstützung. Die Flächen benötigen nicht viel Pflege. Allein die Vorbereitung für die Aussaat, sowie das Bewässern bei fehlendem Regen erfordern viel Arbeit. Finanziell ist der Aufwand ebenfalls überschaubar. Es muss Saatgut beschafft werden und Informationsschilder für die Bevölkerung müssen aufgestellt werden. Insbesondere für die Vorbereitung der Flächen und die Bewässerung würden wir gerne die Stadt als Partner gewinnen. Mit den städtischen Möglichkeiten ist diese Arbeit schnell umsetzbar und kostengünstig. Doch auch private Hilfe ist uns sehr willkommen! Da Meckenheim als Apfel- und Rosenstadt gilt, spielen Bestäuber eine wichtige Rolle in Meckenheim. Diese benötigen Lebensraum, Winterquartiere und Nahrungsgrundlagen, welche ihnen durch entsprechende Insektenwiesen gewährleistet sind. Im Vorfeld haben wir das Gespräch mit zwei Professoren der Universität Bonn gesucht. Dabei kam zur Sprache, dass sich insbesondere in Meckenheim reelle Problemstellungen aus mangelnder Biodiversität der Flora und somit auch der Fauna ergeben. Demnach ist dieses Projekt auch im Sinne der lokalen Wirtschaft und scheint uns ein unterstützenswertes Projekt aus Sicht der lokalen Politik zu sein.

In Zusammenarbeit mit
 
Stadt Meckenheim
Projektservice Schwan
Meckenheimer Grünen
Hausmeisterservice Neufeld
Obsthof Cremerius
 

Unsere Flächen in Meckenheim

bald noch weitere....


Wir planen noch viele weitere Flächen in ganz Meckenheim in Wildblumen- und Insektenwiesen umzuwandeln und somit Meckenheim wieder zum Blühen zu bringen. In Meckenheim, bekannt als Apfel- und Rosenstadt, gibt es sehr wenige Flächen, welche den heimischen Insekten einen Platz zum Leben bieten. Diese Insekten sind dabei von großer Bedeutung für die Bestäubung der Obstplantagen. Mit unseren angelegten Flächen schenken wir Insekten und vielen weiteren Tieren einen sicheren Lebensraum mit genügend Nahrung. Dabei versuchen wir mit der Stadt Meckenheim zusammenzuarbeiten, um das Projekz so groß wie möglich zu machen.


Unser Saatgut

Zur Auswahl des Saatguts hatten wir einige Anforderungen, die erfüllt sein mussten. Zum einen sollte es sich um Trachtpflanzen für Schmetterling, Biene und Co. handeln, dann durften in dem Saatgut keine Rote-Listen Arten sowie FFH-Arten vorkommen (da zur Einbringung dieser eine Erlaubnis von Nöten ist) und es war uns wichtig, dass das Saatgut regional ist und von einem ökologisch zertifizierten Produzenten stammt. Nach einem Gespräch mit mehreren Fachleuten wurden wir letztendlich von Herrn Klaus Weddeling der Biologischen Station Rhein-Sieg-Kreis bei der Wahl des Saatguts (und auch weiteren Fragen) beraten. Die Wahl fiel auf die „Schmetterlings- und Bienensaum“-Mischung des Saatgutherstellers Rieger-Hofmann GmbH, welcher mit einigen Biostationen und weiteren Naturschutzvereinen zusammenarbeitet (z.B. mit der Biostation Bonn/ Rhein-Erft-Kreis).
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Die Rieger-Hofmann GmbH vertritt folgende Einstellung: „Will man der Natur Lebensräume zurückgeben, ist unbedingt auf die Qualität der Ansaaten zu achten. Ohne zusätzliche Neuansaaten mit artenreichen, ausgewogenen Mischungen ist das Artensterben von z.T. auf einzelne Pflanzenfamilien spezialisierten Insekten u.v.m. nicht mehr aufzuhalten. Damit verbunden: Ein hoher Verlust an Bestäuberleistung durch die Insekten und somit auch der Ernährungssicherung für den Menschen.“ (Quelle:www.rieger-hofmann.de). Mit der Verwendung dieses Saatguts ist die Saatherkunft sicher aus der Region, dies garantieren das „VWW-Zertifikat“ und die „Biozertifizierung nach Lacon“. Doch zu welcher Region zählt Meckenheim? Wir haben die Saatgutmischung der Region: „Rheinisches Bergland“ ausgebracht; die Liste der enthaltenen Arten findet ihr hier. Für mehr Informationen zum Thema Saatgut und ihrer Herkunft besucht einfach die Seite www.rieger-hofmann.de.


✽Centaurea cyanus (Kornblume)
✾Cichorium intibus (Gewöhnliche Wegwarte)
✿Dianthus carthusianorum (Kartäusernelke)
❀Echium vulgare (gewöhnlicher Natternkopf)
❁Leucanthemum ircutianum/vulgare (Wiesen-Margerite)
❃Malva moschata (Moschus-Malve)
❊Salvia prantensis (Wiesen-Salbei)
❋Silene latifolia ssp. alba (Weiße Lichtnelke)
✣Viola arvensis (Acker-Veilchen)
✤Festuca guestfalica (Schafschwingel)
ꕤAchillea millefolium (Gewöhnliche Schafgarbe)
ꕥBarbarea vulgaris (Echtes Barbarakraut)

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Über uns

Unser Team besteht bisher aus den Initiatoren Nayara Atella-Hödtke und Maximilian Mund. Jedoch hatten wir bereits viel Unterstüzung von engagierten Nachbarn, sowie Freunden und Familie erhalten.
Zu Nayara: Nachdem ich 2016 mein Abitur in Meckenheim absolviert habe, begann ich mein Biologiestudium an der Uni Bonn. Dabei habe ich im Verlauf des Studiums meinen Fokus auf die Biodiversität, Ökologie sowie den Naturschutz gerichtet. Dank eines Praktikums an der Biostation Bonn/Rhein-Erft habe ich viele Erfahrungen im praktischen und im regionalen Naturschutz sowie einen Einblick in die Methoden der Landschaftspflege erhalten. Ich bin hochmotiviert das Projekt „Meckenheim blüht auf!“ umzusetzen.
Zu Maximilian: Ich habe ebenfalls 2016 mein Abitur am Konrad-Adenauer Gymnasium abgeschlossen und direkt im Anschluss mein Bachelorstudium der Volkswirtschaftslehre angetreten. Während meines Studiums habe ich Ende 2017 eine GbR gegründete, welche sich mit der Vermarktung nachhaltiger und ökologisch angefertigter Produkte befasst. Ebenso setze ich mich gerne für Vereinsarbeiten und soziale Arbeiten ein.

Kontakt

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